PMS mit der Pille lindern

PMS und Menstruation

Für die meisten Frauen, die an PMS Symptomen leiden, ist das Einsetzen der Menstruation wie ein Segen. Denn wenige Stunden nach Beginn der Regelblutung hat der böse Spuk der Stimmungsschwankungen und Wassereinlagerungen normalerweise ein Ende. Andere wiederum leiden in der Zeit ihrer Periode an heftigen Unterleibskrämpfen, an Unwohlsein oder an Kopfschmerzen.

Mediziner sprechen bei Leiden, die während der Blutungen auftreten, von „Regelschmerzen“ oder „Dysmenorrhoe“. Diese Regelschmerzen werden oftmals mit PMS unter dem Oberbegriff „Menstruationsbeschwerden“ zusammengefasst, obwohl letzteres ja nicht während der Periode, sondern vorher auftritt.

Menstruation: Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen

Der weibliche Körper bereitet sich jeden Monat aufs Neue auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Eine Eizelle reift heran, während gleichzeitig die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird, um beste Bedingungen für die Einnistung zu schaffen. Erfolgt nach dem Eisprung allerdings keine Befruchtung, so wird die bestehende obere Schleimhautschicht etwa 14 Tage später abgestoßen, um den Zyklus erneut zu beginnen.

Während der Periode scheidet die Gebärmutter diese Zellen, gepaart mit Blut und Sekreten, über die Scheide aus. Da die Gebärmutterschleimhaut ein bestimmtes gerinnungshemmendes Enzym enthält, verklumpt das Menstruationsblut nicht. Meistens ist die Periode am zweiten Tag am stärksten und endet nach etwa drei bis sieben Tagen. Bereits in der Zeit der Monatsblutung beginnt der Körper damit, sich erneut auf eine Schwangerschaft vorzubereiten.

Wechselspiel der Hormone sorgt für Menstruation

PMS MenstruationWährend zu Beginn des Menstruationszyklus der Östrogenspiegel langsam ansteigt und seinen höchsten Wert kurz vor dem Eisprung erreicht, so wird Progesteron erst im Anschluss in großem Maßstab gebildet. Kommt es zu keiner Einnistung einer Blastozyste (frühes Stadium der Embryo-Entwicklung) in der Gebärmutter, so sinken die Werte beider Hormone steil ab. Diese niedrigen Spiegel lösen dann die Monatsblutung aus.

Kommt es allerdings zu einer Schwangerschaft, so sinken die Werte zwar auch erst, steigen aber kurze Zeit später stark an, noch bevor sie den für die Monatsblutung nötigen Tiefststand erreicht haben. Denn während einer Schwangerschaft produziert auch die Gebärmutter Östrogen und Progesteron, um das Abstoßen der Schleimhaut zu verhindern.

Regelschmerzen

Während der Periode kann es zu unangenehmen Schmerzen kommen, die nach heutigem Wissen nicht oder nur bedingt in direktem Zusammenhang mit dem prämenstruellen Syndrom stehen. Allerdings werden Übelkeit, Völlegefühle, Erbrechen und Kopfschmerzen, wie einige Frauen sie während ihrer Regelblutung erleben, ebenfalls mit einem hormonellen Ungleichgewicht in Verbindung gebracht. Die oft beschriebenen Unterleibsschmerzen, die meist krampfartig auftreten, entstehen hingegen durch das Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur, wenn die alte Schleimhaut abgestoßen wird.

Außerdem sind auch sekundäre Regelschmerzen bekannt, die nicht durch die Menstruation selber, sondern durch organische Erkrankungen ausgelöst werden. Beispiele hierfür sind Zysten, Myome oder durch die Spirale entstandene Verletzungen. Deshalb ist es immer ratsam, bei heftigen Regelschmerzen einen Arzt aufzusuchen und mögliche Ursachen abklären zu lassen.

Menstruation und PMS-Kalender

PMS Kalender: Klassisch oder Online bzw. als AppWer aufgrund seiner prämenstruellen Beschwerden einen PMS-Kalender führen möchte, der sollte immer am ersten Tag der Monatsblutung mit einem neuen Zyklusblatt beginnen. Denn mit der Regel startet auch ein neuer Zyklus, der bis zum letzten Tag vor der folgenden Periode dauert. So können Sie anhand der Daten später nachprüfen, wann der Eisprung etwa stattgefunden haben muss (circa 12 bis 16 Tage vor der folgenden Menstruationsblutung) und ob die Symptome wirklich immer in die zweite Zyklushälfte fallen. Denn andernfalls müssen sie andere Ursachen als das Prämenstruelle Syndrom haben.

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