PMS Symptome

PMS Symptome: Mögliche Ursache Schilddrüse

PMS Symptome werden durch hormonelle Vorgänge beeinflusst bzw. sogar ausgelöst. Die Schilddrüse, ein schmetterlingsförmiges Organ unterhalb des Kehlkopfs, produziert verschiedene Hormone, die im Körper wichtige Funktionen übernehmen. Außerdem ist die Hormondrüse der größte Speicherort des Mineralstoffs Iod in unserem Organismus. Kommt es durch eine unzureichende Aufnahme von Jod zu einem Mangel, so führt dies zu einer Vergrößerung der Schilddrüse und der Ausbildung eines so genannten Kropfes.

Vor allem die jodhaltigen Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) beeinflussen direkt oder indirekt die Funktion und den Stoffwechsel von nahezu jedem menschlichen Organ. Sie erhöhen beispielsweise die Herzfrequenz, steigern den Fettstoffwechsel, verbessern die Darmperistaltik und verstärken die Erregbarkeit der Nervenzellen. Über einen komplexen Regelkreis beeinflussen sich die Schilddrüsenhormone und bestimmte Botenstoffe des Gehirns (Thyreotropin-Releasing-Hormon = TRH; Schilddrüsenstimulierendes Hormon = TSH) gegenseitig, so dass die Ausschüttung bei gesunden Menschen immer recht konstant gehalten wird.

PMS Ursache Schilddrüse: oft unentdeckt

Störungen der Schilddrüse können, wenn sie nicht bereits bei der Geburt auftreten, über lange Zeit unentdeckt bleiben. Vor allem eine nur leicht ausgeprägte Schilddrüsenunterfunktion, bei der beispielsweise die Konzentrationen von T4 und T3 in der Norm liegen, aber der TSH-Spiegel erhöht ist, führen zu einer schleichenden Verlangsamung des Stoffwechsels. Es kann unter anderem zu klassischen PMS Symptomen führen, wie z.B.

  • Verstimmungen,
  • Müdigkeit und einem Leistungsabfall,
  • zu Appetitlosigkeit,
  • einer erhöhten Infektionsgefahr und
  • zu Zyklusstörungen

PMS durch Funktionsstörung der Schilddrüse

PMS Symptome lindernMediziner konnten feststellen, dass bei überdurchschnittlich vielen Frauen, die am PMS Syndrom leiden, eine Funktionsstörung der Schilddrüse vorliegt. Häufig handelt es sich dabei um eine Unterfunktion, doch auch Schilddrüsenüberfunktionen können PMS Symptome auslösen 1. Daher sollten Sie auf jeden Fall auch Ihre Schilddrüsenhormone untersuchen lassen. Manche Mediziner testen lediglich einen der Hormonspiegel, was aber nicht immer ausreicht. Selbst wenn die Werte noch im Normbereich liegen, können Ultraschalluntersuchungen manchmal bereits Veränderungen der Schilddrüse anzeigen, die ursächlich für die PMS Symptome sein können.

Es kann außerdem zu Autoimmunerkrankungen kommen, bei denen unser Organismus Antikörper gegen Substanzen bildet, die an der Herstellung der Schilddrüsenhormone beteiligt sind. Daher ist es sinnvoll, bei der Blutuntersuchung auch auf mögliche Antikörper zu testen. Auch Hausärzte und Gynäkologen können die Laborparameter überprüfen lassen, Endokrinologen sind auf Hormone spezialisierte Fachärzte, die bei Schilddrüsenproblemen sehr gute Ansprechpartner sind.

Wird bei Ihnen eine Unterfunktion der Schilddrüse festgestellt, so wird Ihr Arzt Sie mit einer regelmäßigen individuell angepassten Gabe von T4 therapieren. Eine Überfunktion kann mit Medikamenten, aber auch mit Operationen oder Radioiodtherapien behandelt werden. Wissenschaftler untersuchten, ob die Einnahme von T4 auch dann PMS Symptome lindern kann, wenn keine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert wurde. Diese Methode stellte sich aber als unwirksam heraus 2.

Wechselwirkung zwischen Schilddrüse und Sexualhormonen

PMS SchilddrüseWieso aber hat die Schilddrüse, deren Hormonausschüttung normalerweise während des gesamten Menstruationszyklus konstant bleibt, solch entscheidende Auswirkungen auf das PMS Syndrom? Die Ursache ist vermutlich, dass sich die Schilddrüsenhormone und verschiedene Sexualhormone gegenseitig beeinflussen können. So führt ein Zuviel an Östrogen beispielsweise dazu, dass weniger aktive Schilddrüsenhormone die Zielorgane erreichen, um hier einen Signalweg in Gang zu setzen.

Eine Schilddrüsenüberfunktion führt zu einer verstärkten Umwandlung männlicher Sexualhormone in Östrogen. Dies hat wiederum ein Ungleichgewicht der weiblichen Sexualhormone zur Folge. Das Schwangerschaftshormon Prolaktin, das unter anderem die Milchbildung anregt, wird ebenso durch TRH stimuliert wie die Schilddrüsenhormone. Ein Ungleichgewicht der Schilddrüsenhormone führt aber zu einer verstärkten Freisetzung von TRH, was wiederum auch bei Nichtschwangeren einen Prolaktinüberschuss zur Folge haben kann.

Leiden Sie an PMS und den PMS Symptomen? Sie können Ihre PMS Symptome lindern, es gibt natürliche Hilfe bei PMS. Es gibt keinen Grund, diese permanent wiederkehrende Belastung von Lebensqualität und sozialem Leben durch PMS Symptome zu akzeptieren!

 

  1. www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8445024
  2. www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2108182
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