PMDS behandeln

PMS Ursachen: Ein Überblick

Es gibt viele Vermutungen, wodurch PMS ausgelöst wird. Einen allgemeingültigen und wirklich zufriedenstellenden Lehrsatz gibt es bisher allerdings nicht. Nur eines scheint klar: Die Symptome hängen immer mit der zweiten Zyklushälfte zusammen. Dies spricht dafür, dass das komplexe Wechselspiel der Hormone, das für den regelmäßigen Menstruationszyklus der Frau sorgt, beim Prämenstruellen Syndrom auf irgendeine Weise durcheinandergerät. Zwar gibt es viele betroffene Frauen, bei denen ein hormonelles Ungleichgewicht zwischen Östrogenen und Gestagenen festgestellt werden kann, doch ist dies lange nicht bei allen erkrankten Frauen der Fall.

Daher sind sich Wissenschaftler heute einig, dass ein Zusammenspiel mehrere Faktoren für die prämenstruellen Beschwerden verantwortlich ist.

Viele Beschwerden, aber nur eine Ursache?

Da noch immer nicht sicher ist, ob alle Symptome des PMS auf eine gemeinsame Ursache zurückzuführen sind, spricht man in diesem Fall nicht von einem Krankheitsbild, sondern von einem Syndrom. Denn obwohl ein Zusammenhang all der regelmäßig in der zweiten Zyklushälfte auftretenden seelischen und körperlichen Beschwerden sehr wahrscheinlich ist, konnte dies wissenschaftlich bisher nicht bewiesen werden.

Das Auf und Ab der Hormone

Es ist beeindruckend, welche Wirkungen die Hormone auf den menschlichen Organismus haben. Sie sorgen nicht nur für die körperlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau, sondern sind auch für die Emotionen, unseren Schlafrhythmus und den Stoffwechsel verantwortlich. Eine kleine Veränderung im Hormonhaushalt kann gleich das gesamte feinmaschige Geflecht durcheinanderbringen.

ÖstrogeneDenn die Hormone regulieren sich gegenseitig. So können sie die Ausschüttung anderer Botenstoffe hemmen oder aktivieren. Teilweise hängt es sogar von der jeweiligen Konzentration ab, ob die Bereitstellung eines anderen Hormons nun positiv oder negativ reguliert wird. Dies verdeutlicht, wie vielschichtig das Hormonsystem ist, aber auch wie anfällig es für Störfaktoren sein kann.

Da der weibliche Menstruationszyklus natürlicherweise ständigen Hormonschwankungen unterlegen ist, kann hier besonders leicht ein unerwünschtes Durcheinander entstehen, was dann möglicherweise die prämenstruellen Beschwerden auslöst. Da die Hormonregulationen so eng miteinander vernetzt sind, genügt es in den allermeisten Fällen auch nicht, nur die Östrogen- und Progesteronspiegel zu überprüfen. Denn zum Beispiel kann auch eine Funktionsstörung der Schilddrüse vorliegen, wodurch die dort gebildeten Hormone das empfindliche Gleichgewicht stören.

Zu häufige Hormonschwankungen

Eine weit verbreitete These ist, dass der weibliche Organismus ursprünglich darauf eingestellt ist, im Leben nur sehr wenige Menstruationszyklen zu durchlaufen. Denn früher bekamen die Frauen viele Kinder, so dass der Zyklus durch Schwangerschaft und Stillzeit meist unterdrückt war. Auch Naturvölker, in denen eine hohe Geburtenrate und eine lange Stillzeit üblich sind, haben wesentlich weniger Zyklen – und leiden gleichzeitig seltener an PMS.

Genetik

Genetische Ursachen von PMSZwillingsforschungen weisen darauf hin, dass auch genetische Faktoren bei der Ausprägung von PMS eine wichtige Rolle spielen. Denn bei eineiigen Zwillingen kommt eine Übereinstimmung der PMS-Merkmale doppelt so oft vor wie bei zweieiigen Zwillingen. Auch können immer wieder familiäre Häufungen von PMS festgestellt werden. So ist die Wahrscheinlichkeit an PMS zu erkranken höher, wenn bereits die Mutter unter dem Prämenstruellen Syndrom leidet.

Lebensumstände beeinflussen Hormongleichgewicht

Stress und Schlafmangel führen dazu, dass unser Körper zunehmend das Steroidhormon Cortisol ausschüttet. Geschieht dies über einen langen Zeitraum, so kann es passieren, dass der Organismus das Cortisol vermehrt aus dem nahe verwandten Progesteron herstellt. Dies wiederum führt dann zu einem Mangel des weiblichen Geschlechtshormons, wodurch ein Ungleichgewicht zu dem direkten Gegenspieler Östrogen entsteht.

PMS als Folge einer Mangelernährung

PMS lindern mit Borago Officinalis

PMS lindern mit Borago Officinalis

Vitamine und Mineralstoffe sind lebenswichtige Substanzen, die unser Körper nicht selber herstellen kann. Doch ohne diese Stoffe laufen wichtige Körperfunktionen und Stoffwechselwege nicht korrekt ab. So kann ein Mangel an verschiedenen Vitaminen und vor allem essentielle Fettsäuren beispielsweise dazu führen, dass bestimmte Hormone nicht mehr richtig wirken können und gleichzeitig viele weitere Abläufe gestört sind.

Für die These, dass eine zu wenig ausgewogene Ernährung als Hauptverursacher von PMS Symptomen gelten kann, spricht, dass die natürliche Behandlung von PMS z.B. mit Borago Officinalis so erfolgreich ist.

Placebos können helfen

Auch die Psyche scheint ein entscheidender Faktor beim Prämenstruellen Syndrom zu sein. Denn in den meisten Studien zu PMS zeigte sich, dass auch die Frauen der Kontrollgruppen, die lediglich ein Placebo (Scheinmedikament ohne Wirkung) erhielten, eine Besserung ihrer Beschwerden feststellten. Auf der anderen Seite können aber auch beispielsweise die negative Erwartungshaltung gegenüber der Periode und ein starker Kinderwunsch die Symptome des PMS zu verstärken.

Umweltgifte und Pilzinfektionen

Unzählige weitere Faktoren beeinflussen direkt oder indirekt den Hormonhaushalt und damit auch die Ausprägung von PMS. So weisen wissenschaftliche Studien darauf hin, dass Rauchen, eine salzhaltige Ernährung oder Bewegungsmangel das prämenstruelle Syndrom beeinflussen. Des Weiteren können aber auch Umweltgifte, Pilzinfektionen oder starker Kaffeekonsum zur Verschlimmerung von PMS führen.

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