Clomifen Wirkung und Nebenwirkungen

Clomifen

Clomifen ist ein rezeptpflichtiges Arzneimittel, welches den Eisprung auslösen soll und bei unerfülltem Kinderwunsch verschrieben wird. Clomifen ist dabei kein Markenname, sondern der Name für den Wirkstoff. Der Wirkstoff Clomifen wird unter diesem Namen dann auch von mehreren Pharmafirmen vermarktet, z.B. Ratiopharm, Ferring, Scholz, Casten und anderen. Da Clomifen immer wieder in Zusammenhang mit PMS ein Thema ist, haben wir das Wichtigste hier zusammengefasst. Bitte nehmen Sie Clomifen in jedem Falle nur unter ärztlicher Aufsicht ein.

Wirkung von Clomifen

PMS Clomifen schwanger FruchtbarkeitDer exakte Wirkungsmechanismus von Clomifen ist nicht bekannt. Dem Hypothalamus (Hirnandrangdrüse) wird von Clomifen signalisiert, es seien zu wenig Sexualhormone (Testosteron, Östrogen)  im Blut. In Folge dessen werden in der Hirnanhangdrüse vermehrt Hormone ausgeschüttet, sowohl das Luteinisierende Hormon (LH) als auch das follikelstimulierende Hormon (FSH). Dies führt bei der Frau zu einem Anstieg der Eierstockfunktionen und kann die Wahrscheinlichkeit eines Eisprungs erhöhen.

Vom Mann eingenommen, stimuliert Clomifen die Hodenproduktion. Clomifen hat aber keine androgenen, antiandrogenen oder gestagenen Effekte.

Als Arzneimittel wird Clomifencitrat angewendet. Es ist ein weissliches, kristallines Pulver, dass in Tablettenform oral verabreicht wird. Clomifen ist in Wasser schwer lösllich und lichtempfindlich.

Dosierung von Clomifen

Die übliche Dosierung beträgt 50 mg pro Tablette. Beginnend am fünften Tag des Zyklusses werden für fünf Tage täglich eine Tablette Clomifen eingenommen. Die genaue Dosierung und Einnahme bestimmt der behandelnde Arzt.

Clomifen Nebenwirkungen

Als Nebenwirkungen werden auf dem Beipackzettel von Clomifen angegeben:

Häufig: Eierstockvergrößerung, Hitzewallungen, leichte allergische Reaktionen der Haut (Rötung, Brennen).

Gelegentlich: Unterbauchbeschwerden, Blähungen, prämenstruelles Syndrom, Übelkeit und Erbrechen, Brustspannen, Kopfschmerzen, Sehstörungen.

Selten: Nervosität, Schlafstörungen, Benommenheit, Schwindel, Lichtempfindlichkeit, vermehrtes Wasserlassen, verstärkte Regelblutung, Müdigkeit, Depressionen, allergische Reaktionen (Nesselsucht, Stevens-Johnson-Syndrom oder Lyell-Syndrom, Gesichtsschwellungen, Hautausschlag), Gewichtszunahme.

Sehr selten: Leberfunktionsstörungen, stärkere Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Augenflimmern und -flackern, Fleckensehen oder Lichtblitze).

Nebenwirkungen bei Männern

Im Bereich des Sportdopings wird nach dem Absetzen von Anabolika Missbrauch durch die Einnahme von Clomifen betrieben, um die Testosteronproduktion wieder anzuregen. Nebenwirkungen für Männer sind dabei eine Vergrößerung des Hodens und Hitzewallungen.

Es besteht der Verdacht, dass Clomifen dann Hodenkrebs auslösen könnte.

PMS und Clomifen

Clomifen ist kein Mittel, um das prämenstruelle Syndrom zu behandeln. Im Gegenteil: Die Nenebwirkungen von Clomifen wie Nervosität, Anspannungen, Hitzewallungen oder Brustspannen durch Brustwasseransammlungen sind ähnlich den prämenstruellen Beschwerden. Wir empfehlen daher unbedingt, die Behandlung mit Clomifen genau mit dem Arzt abzustimmen.

Zur Behandlung von PMS Symptomen eignen sich verschiedene pflanzliche und natürliche Mittel, insbesondere

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