PMS Symptome lindern durch Sport

Mit Sport PMS Symptome lindern

Sport und regelmäßige Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung, hilft dabei, lästige Pfunde loszuwerden und kann sogar PMS Symptome lindern. Und dies gleich auf mehrfache Weise! Zum einen regt eine sportliche Betätigung nämlich die Durchblutung an, wodurch Schmerzen im Unterbauch, im Rücken und in der Gebärmutter abgebaut werden können. Zum anderen lassen sich weitere körperliche PMS Symptome, etwa die Bildung von Ödemen, durch regelmäßigen Sport in den Griff bekommen. Denn gleichzeitig fördert die Bewegung den Abtransport des Wassers aus dem Gewebe.

Fitness beugt Depressionen und Ängsten vor

Was viele nicht vermuten würden: Nicht nur die physischen PMS Symptome lassen sich durch körperliche Fitness minimieren, auch seelische Verstimmungen können mit regelmäßiger sportlicher Betätigung reduziert werden.

Mit Fitness PMS Symptome lindernDiese Erkenntnis setzt sich zwar erst allmählich bei Fachleuten und Betroffenen durch, doch mehr und mehr psychisch erkrankte Menschen machen mit Sport sehr gute Erfahrungen. Untersuchungen haben sogar ergeben, dass Bewegung eines der wenigen Mittel ist, das Depressionen auf lange Sicht gesehen lindert oder gar gänzlich ausschaltet.

Daher empfehlen immer mehr Psychologen ihren Patientinnen, die wegen seelischer PMS Symptome in Behandlung sind, regelmäßig zu laufen oder zu walken, sich viel mit Gartenarbeit oder mit Spaziergängen an der frischen Luft zu beschäftigen.

Sport setzt Glückshormone frei

Wenn wir uns körperlich anstrengen, dann setzt unser Organismus nach einiger Zeit Dopamin, Serotonin und verschiedene Endorphine frei. Diese Hormone sorgen erwiesenermaßen dafür, dass sich während der Anstrengung bei einem langen Lauf häufig ein Glücksgefühl einstellt. Allerdings scheint die Wirkung individuell sehr verschieden auszufallen 1. So berichten viele Langstreckenläufer davon, dass sich bei ihnen eine euphorisches Stimmung (Runner´s High) einstellt, wodurch sie keine Schmerzen mehr empfinden und das Gefühl bekommen, weiter und weiter laufen zu können.

Doch niemand muss zur Marathonläuferin werden, um das PMS Syndrom zu überwinden. Denn Studien zeigen, dass der Körper bereits bei kurzen Strecken wesentlich mehr „Glückshormone“ ausschüttet als bei Untätigkeit. Die Endorphine, die beim Sport freigesetzt werden, sorgen außerdem unter anderem dafür dass die Konzentration des Stresshormons Cortisol rasch absinkt. Beim Laufen, Schwimmen und Radfahren bekommen Sie Ihren Kopf schnell wieder frei, vergessen Ihren angestauten Ärger und entspannen sich merklich.

Da Stress ein wichtiger Faktor beim Prämenstruellen Syndrom ist, kann Bewegung also auf vielerlei Weise die PMS Symptome lindern. Und auch das Tageslicht, dem Sie beim Sport an der frischen Luft ausgesetzt sind, hilft dabei, die Stimmung aufzuhellen. Auch wenn die Wissenschaft lange noch nicht alle Zusammenhänge von der Hormonausschüttung während aktiver Betätigung und deren vielschichtiger Wirkung auf seelische Spannungen kennt, so wird doch immer deutlicher, dass regelmäßige Bewegung die Stimmung nachhaltig verbessert.

Langfristig hilft Ausdauersport gegen das PMS Syndrom

PMS Symptome lindern durch LaufenEs hat sich gezeigt, dass vor allem Ausdauersport – etwa Walken, Laufen, Radfahren oder Schwimmen – seelische Verstimmungen und andere PMS Symptome lindern kann. Aber auch Spaziergänge und Gartenarbeit können das Allgemeinbefinden bei PMS sehr verbessern. Fachleute empfehlen, sich mindestens zwei Stunden pro Woche an der frischen Luft körperlich zu betätigen, jede einzelne Einheit sollte dabei wenigsten 30 Minuten dauern. Gerade am Anfang sollten Sie sich aber keinesfalls überanstrengen, um nicht direkt die Lust an der neuen Fitness zu verlieren.

Lassen Sie es deshalb langsam angehen. Es geht nicht darum, so schnell wie möglich Ihre Runden zu drehen, sondern in Ihrem eigenen Tempo durchzuhalten. Viele Menschen sind anfänglich hochmotiviert und nehmen sich zu viel vor. Dann kommt schnell Frust auf, weil es überall zwickt und schmerzt, man den Lauf vorzeitig beenden musste und das erhoffte Glücksgefühl gegen das prämenstruelle Tief sich überhaupt nicht einstellen will. Das wiederum führt dazu, dass viele Betroffene sich nach kurzer Zeit intensiven Trainings gar nicht mehr zum Sport aufraffen können. Aber es ist beim PMS Syndrom besser, regelmäßig wenig Sport zu treiben als selten sehr viel.

Sport in der Gruppe

Am besten verabreden Sie sich mit einer Freundin zu regelmäßiger Bewegung. Denn in Gesellschaft macht das Schwimmen, Laufen und Radfahren immer mehr Spaß als alleine. Außerdem können Sie sich so gegenseitig anspornen, wenn Ihr „innerer Schweinehund“ Ihnen rät, doch lieber zu Hause auf dem Sofa liegen zu bleiben. Noch besser sind Lauftreffs, Schwimmkurse oder Walking-Gruppen, denn hier lernen Sie zusätzlich die richtige Atmung und gute Dehnübungen kennen, treffen Gleichgesinnte und haben festgelegte Termine, die Sie schwerlich aus Trägheit verschieben können.

Obwohl die PMS Symptome natürlich nur an einigen Tagen im Monat auftreten, so sollten Sie sich angewöhnen, auch in der beschwerdefreien Zeit Sport zu treiben. Erfahrungsgemäß fällt es leichter, sich sportlich zu betätigen, wenn es einem gerade gut geht. Haben Sie aber erst einmal die Erfahrung gemacht, wie viel besser Sie sich bei regelmäßiger Bewegung fühlen, dann schaffen Sie es leichter, sich auch bei schlechter Laune und mit schmerzenden Brüsten zum Training aufzuraffen.

Einige Tipps zum Sport bei PMS

  1. Bevor Sie sich zu einem Kurs anmelden, überlegen Sie, welche Sportart Ihnen besonders gefällt. Nur wenn Ihnen der Sport Spaß macht, werden Sie es schaffen, sich regelmäßig und anhaltend für Fitness zu begeistern.
  2. Neigen Sie zu starkem Übergewicht, ist Schwimmen sicherlich eine gute Alternative zu anderen Ausdauersportarten. Denn der Auftrieb des Wassers hilft dabei, die Gelenke zu schonen.
  3. Belohnen Sie sich für Ihre neu erworbene Fitness! Gehen Sie beispielsweise nach dem Lauftreff gemeinsam etwas trinken oder gönnen Sie sich ein entspannendes Bad!
  4. Bei empfindlichen und schmerzenden Brüsten können Sport-BHs Linderung verschaffen.
  5. Versuchen Sie, Ihren gesamten Tagesablauf aktiver zu gestalten. Fahren Sie mit dem Rad statt mit dem Auto zum Einkaufen, benutzen Sie Treppen statt Fahrstühle.
  6. Haben Sie keine Möglichkeit, Ihre Kinder während Ihres Sportprogramms betreuen zu lassen, so können Sie sie gegebenenfalls mitnehmen. Spezielle Joggingwagen eignen sich auch schon für die ganz Kleinen und bringen ihnen oft mehr Freunde als normale Spaziergänge. Ältere Kinder lieben Radtouren und begleiten Sie sicherlich gerne bei Ihren Fitnessprogrammen.

Und das Wichtigste: Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn doch einmal die Trägheit gesiegt hat. Beim nächsten Mal macht es dafür umso mehr Spaß!

  1. www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18296435
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