PMS Blutzuckerspiegel

Niedriger Blutzuckerspiegel: eine Ursache von PMS

Immer wieder stellen Mediziner fest, dass ein erniedrigter Blutzuckerspiegel bei Patientinnen mit PMS gehäuft vorkommt 1. Da diese so genannten Hypoglykämien zu Heißhungerattacken, Nervosität, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Depressionen und Aggressionen führen können, liegt die Vermutung nahe, dass durch die Unterzuckerung diese typischen PMS Symptome ausgelöst werden.

Bei der Hypoglykämie befindet sich zu wenig Glukose (Traubenzucker) im Blut. Normalerweise wird dies rasch ausgeglichen, da die Bauchspeicheldrüse mithilfe der Hormone Insulin und Glucagon den Blutzuckerspiegel konstant hält. Anscheinend wird aber – möglicherweise durch starke Schwankungen der weiblichen Sexualhormone – die Funktion der Bauchspeicheldrüse bei einigen Frauen in der prämenstruellen Phase gestört. Denn Östrogen erhöht beispielsweise die Sensibilität der Körperzellen auf Insulin, während Progesteron sie abschwächt. Das Stresshormon Adrenalin verstärkt sowohl PMS Symptome als auch die Schwankungen des Blutzuckerspiegels. Insgesamt sind die Zusammenhänge von Hypoglykämie und dem PMS Syndrom allerdings wenig verstanden.

Vor allem Frauen, die gleichzeitig an Diabetes mellitus Typ 1 und PMS leiden, zeigen in der zweiten Zyklushälfte oft extreme Schwankungen der Blutzuckerwerte 2. Meistens sind diese dann allerdings erhöht, können aber ebenso rasch abfallen.

Ernährungstipps bei niedrigem Blutzuckerspiegel und Heißhungerattacken

Frauen, die während der prämenstruellen Phase an Heißhungerattacken und einem niedrigen oder stark schwankenden Blutzuckerspiegel leiden, sollten besser mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, als nur zwei oder drei große. Auch wenn Sie noch so viel Lust auf Süßes haben, halten Sie sich damit zurück. Denn Schokoriegel, Bonbons und Kuchen sorgen nur kurz für eine Steigerung der Blutzuckerwerte. Obst, Gemüse, Vollkornbrötchen oder Müsliriegel halten den Blutzuckerspiegel wesentlich länger konstant und sorgen so für ein beständigeres Sättigungsgefühl.

PMS Symptome Omega 3 FettsäurenEbenso ist eine Ernährung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, insbesondere Omega 3 Fettsäuren empfehlenswert. Auch Omega 6 Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, aber im Prinzip ist nur die Omega 3 Fettsäuren (EPA und DHA) von Relevanz für die Gesundheit, da die Omega 3 Fettsäuren entzündungshemmend und herzschützend sind. Daher werden Omega-3-Fettsäuren vor allem in der Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. erhöhte Blutfette) und entzündlichen Krankheiten wie Rheuma, Schuppenflechte, Multiple Sklerose, Morbus Crohn und Allergien eingesetzt. Da Omega-3-Fettsäuren mit der stark entzündungsfördernden Arachidonsäure um die selben Enzymsysteme konkurrieren, ist neben einer ausreichend hohen Dosierung vor allem eine regelmäßige Einnahme zu beachten.

  1. www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21267135
  2. www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8334824
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