Die genauen Ursachen von PMS sind bis heute nicht vollständig geklärt, doch die Forschung hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte gemacht. Fest steht: PMS ist ein multifaktorielles Geschehen, bei dem verschiedene biologische Mechanismen zusammenwirken. Die Hauptvermutung liegt auf hormonellen Schwankungen im Laufe des Menstruationszyklus, insbesondere dem Wechselspiel zwischen Östrogen und Progesteron.

Nach dem Eisprung steigt der Progesteronspiegel an, während das Östrogen zunächst abfällt und dann erneut ansteigt. Diese Hormonveränderungen beeinflussen direkt die Produktion und Wirkung von Neurotransmittern im Gehirn – vor allem Serotonin, das für die Stimmungsregulation zuständig ist. Ein Serotoninmangel kann Depressionen, Angstzustände, Reizbarkeit und Heißhungerattacken auslösen, alles typische PMS-Symptome. Auch GABA, ein beruhigender Neurotransmitter, wird durch Progesteron-Metaboliten beeinflusst.

Neben den hormonellen Faktoren spielen weitere Einflüsse eine Rolle: Genetische Veranlagung kann die Anfälligkeit für PMS erhöhen. Studien zeigen, dass Frauen, deren Mütter unter starkem PMS litten, selbst häufiger betroffen sind. Auch Ernährungsfaktoren wie ein Mangel an Vitamin B6, Magnesium oder Calcium können die Symptomatik verstärken. Chronischer Stress belastet das Hormonsystem zusätzlich und kann PMS-Beschwerden verschlimmern.

In dieser Übersicht erfährst du detailliert, welche biologischen und lifestylebedingten Faktoren bei der Entstehung von PMS eine Rolle spielen und wie sie zusammenwirken.

  • PMS - genetische Faktoren

    Genetische Faktoren des PMS Syndroms

    Obwohl Stress, Umweltgifte und eine ungesunde Ernährung die wesentlichen Ursachen sind, die als Ursachen für das Prämenstruelle Syndrom verantwortlich gemacht werden, so hängen die Beschwerden doch auch entscheidend mit einer erblichen Veranlagung zusammen. Dies belegen viele Zwillingsstudien, bei denen eineiige (erbgleiche) Schwestern mit solchen verglichen wurden, deren Erbgut unterschiedlich ist (zweieiig). Zwillingsforschung Zwillingsstudien sind ein beliebtes Mittel, um wissenschaftlich festzustellen, ob ein Merkmal angeboren ist oder durch andere Einflüsse ausgeprägt wird. Denn eineiige Zwillinge entstehen durch Teilung aus einer einzigen befruchteten Eizelle. Sie besitzen also Erbmaterial aus derselben Eizelle und demselben Spermium. Daher gelten sie als 100-prozentig identisch. Unterschiede ergeben…

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  • PMS Progesteron

    Menstruationszyklen und PMS

    Ist die Anzahl der Menstruationszyklen entscheidend für PMS? Ein aus dem Gleichgewicht geratener Hormonhaushalt, zu viel Stress oder eine falsche Ernährung – Forscher kennen viele Gründe, die möglicherweise zu dem Prämenstruellen Syndrom führen. Doch wie kann es sein, dass hierzulande so viele Frauen leichte bis schwere PMS-Symptome während der zweiten Zyklushälfte aufweisen? Fast scheint es so, als sei es völlig normal, sich regelmäßig mit unangenehmen Wassereinlagerungen, extremen Verstimmungen und unerträglichen Schmerzen herumzuschlagen. Um dies zu überprüfen, befragten mehrere Forschergruppen verschiedene Frauen zu auftretenden PMS-Symptomen und setzten dies in Verbindung zu den jeweiligen Lebensumständen. PMS, Menstruation und Schwangerschaft So zeigte sich…

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  • PMS Blutzuckerspiegel

    Niedriger Blutzuckerspiegel: eine Ursache von PMS

    Immer wieder stellen Mediziner fest, dass ein erniedrigter Blutzuckerspiegel bei Patientinnen mit PMS gehäuft vorkommt [1. www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21267135]. Da diese so genannten Hypoglykämien zu Heißhungerattacken, Nervosität, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Depressionen und Aggressionen führen können, liegt die Vermutung nahe, dass durch die Unterzuckerung diese typischen PMS Symptome ausgelöst werden. Bei der Hypoglykämie befindet sich zu wenig Glukose (Traubenzucker) im Blut. Normalerweise wird dies rasch ausgeglichen, da die Bauchspeicheldrüse mithilfe der Hormone Insulin und Glucagon den Blutzuckerspiegel konstant hält. Anscheinend wird aber – möglicherweise durch starke Schwankungen der weiblichen Sexualhormone – die Funktion der Bauchspeicheldrüse bei einigen Frauen in der prämenstruellen Phase gestört. Denn…

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  • PMS Progesteron

    Östrogen-Dominanz als Ursache von PMS

    Lange Zeit waren sich Mediziner einig, dass der Abfall des weiblichen Sexualhormons Östrogen während der zweiten Zyklushälfte zu allen typischen PMS Symptomen und Wechseljahrsbeschwerden führt. Der amerikanische Hausarzt Dr. John Lee stellte 1996 hingegen eine andere These auf: Nicht zu wenig Östrogen, sondern sogar verhältnismäßig zu viel davon sei der Auslöser für Brustspannen, Schlaflosigkeit und Depressionen. Denn obwohl die Menge des Östrogens zum Zyklusende hin stark abfällt, so sinkt ebenfalls der Progesteron-Spiegel. Dr. Lee ging davon aus, dass beim PMS Syndrom der Progesteron-Abfall zu hoch ist, so dass das Verhältnis der beiden Hormone sich zugunsten des Östrogens verschiebt. Der Mediziner,…

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  • PMS Nebennieren

    PMS Symptome und die Nebennieren

    PMS Symptome können durch Schwächen und Fehlfunktionen der Nebennieren ausgelöst werden. Wie das prämenstruelle Syndrom und Nebennieren zusammenhängen Die den Nieren aufsitzenden Nebennieren sind wichtige Produzenten verschiedener Hormone. Zum einen stellt die Nebennierenrinde Botenstoffe her, die bei der Regulation der Salze und des Wasserhaushalts eine entscheidende Rolle spielen. Zum anderen werden hier die Androgene synthetisiert. Auch wenn die Androgene gemeinhin als männliche Geschlechtshormone bezeichnet werden, da sie für die Ausprägung maskuliner Merkmale nötig sind, so ist dieser Ausdruck doch recht unglücklich gewählt. Denn jede Frau produziert beispielsweise auch die männlichen Hormone Testosteron und DHEA (Dihydroepiandrosteron), um das hormonelle Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.…

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  • PMS Symptome Rauchen

    PMS Symptome und Rauchen

    Wie schädlich Rauchen allgemein für die Gesundheit sein kann, ist seit Jahren hinlänglich bekannt. Doch eine mehrmalige Befragung von rund 3.000 Frauen über insgesamt zehn Jahre kam zu dem Schluss, dass es auch einen klaren Zusammenhang zwischen dem Konsum von Zigaretten und dem Auftreten des PMS Syndroms zu geben scheint. Denn die Raucherinnen unter den Studienteilnehmern entwickeln signifikant häufiger das PMS Syndrom als Frauen, die niemals geraucht hatten. Interessanterweise ergab die Analyse, dass vor allem der Tabakkonsum während der Jugend oder dem jungen Erwachsenenalter zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit führt, später an PMS zu erkranken [1. www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18701443]. Die Gründe dieser möglichen…

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  • Stress löst PMS Symptome aus

    PMS Symptome und Stress

    PMS Symptome und Stress hängen eng miteinander zusammen. Stress ist ein erheblicher Verstärker, aber nicht originäre Ursache des prämenstruellen Syndroms (PMS). Obwohl wir das Wort „Stress“ meist mit viel Arbeit in wenig Zeit, mit einer unangenehmen Situation oder mit einer insgesamt psychisch belastenden Lebenslage gleichsetzen, beschreibt es laut Definition eher die Reaktion unseres Körpers auf eine bestimmte Anforderung. Schließlich antwortet unser Organismus in vielen Situationen mit der Ausschüttung sogenannter Stresshormone, die unter anderem den Blutdruck und die Herzfrequenz steigern und dafür sorgen, dass Glukose zur raschen Energienutzung freigesetzt wird. Gleichzeitig steigern sie die Aggressivität und die Körperkraft sowie die Herzfrequenz.…

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  • PMS Koffein

    PMS Symptome: Der Einfluss von Alkohol und Koffein

    Alkoholische Getränke gelten als Stimmungsmacher und als Aufputschmittel, die auf kaum einer Feier fehlen dürfen. Einige PMS-Patientinnen neigen außerdem dazu, ihre prämenstruellen Beschwerden mit Alkohol zu bekämpfen. Auch, wenn es vielen im ersten Moment erscheint, als könnten sie mit Alkohol ihre schlechte Laune verbessern, so ist meistens das Gegenteil der Fall. Depressive Verstimmungen in Verbindung mit Alkohol führen eher dazu, dass das Stimmungstief noch extremer wird, auch Aggressionen und Wut werden gesteigert und nicht abgemildert. Insgesamt verstärkt Alkohol die PMS Symptome, so dass Sie während der zweiten Zyklushälfte möglichst ganz darauf verzichten sollten. Daher gilt: Wer an PMS leidet, sollte…

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  • PMS Symptome: Mögliche Ursache Schilddrüse

    PMS Symptome werden durch hormonelle Vorgänge beeinflusst bzw. sogar ausgelöst. Die Schilddrüse, ein schmetterlingsförmiges Organ unterhalb des Kehlkopfs, produziert verschiedene Hormone, die im Körper wichtige Funktionen übernehmen. Außerdem ist die Hormondrüse der größte Speicherort des Mineralstoffs Iod in unserem Organismus. Kommt es durch eine unzureichende Aufnahme von Jod zu einem Mangel, so führt dies zu einer Vergrößerung der Schilddrüse und der Ausbildung eines so genannten Kropfes. Vor allem die jodhaltigen Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) beeinflussen direkt oder indirekt die Funktion und den Stoffwechsel von nahezu jedem menschlichen Organ. Sie erhöhen beispielsweise die Herzfrequenz, steigern den Fettstoffwechsel, verbessern die…

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  • PMS Ursache Pilzinfektionen

    PMS Ursache Pilzinfektionen

    Depressionen, erhöhte Reizbarkeit und enorme Lust auf Süßigkeiten – diese typischen PMS-Symptome werden möglicherweise durch eine Pilzinfektion ausgelöst. Untersuchungen zeigen nämlich, dass Frauen, die an einer Infektion mit dem Hefepilz Candida albicans erkrankt sind, ebenfalls an diesen Beschwerden leiden [1. www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17468538]. Auch ein Zusammenhang von PMS mit anderen Pilzinfektionen wird wissenschaftlich diskutiert. Candida albicans kommt häufig auf den Schleimhäuten im Mund, Darm und Genitalbereich vor, ohne dass dies dem Menschen schadet. Erst durch das unkontrollierte Wachstum und die gleichzeitige Verdrängung anderer Mikroorganismen kommt es beispielsweise zu vaginalen Pilzinfektionen, Haut- und Darmerkrankungen oder einem extremen Befall der Mundhöhle. Östrogene scheinen das…

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