Coronation-Star Helen Flanagan öffnet sich über ihre PMDD-Diagnose – und wie sie mit Cycle Syncing ihre Symptome von 10 auf 4 Tage reduzierte.

Helen Flanagan ist eine der bekanntesten Schauspielerinnen Großbritanniens. Mit 35 Jahren blickt sie auf eine beeindruckende Karriere zurück: von ihrer Rolle als Rosie Webster in Coronation Street über Loose Women bis hin zu ihrer eigenen Fitness-App. Doch hinter dem Erfolg verbirgt sich ein Kampf, den sie erst recently öffentlich gemacht hat: Premenstruelle Dysphorische Störung (PMDD).
„Ich fühlte mich, als hätte ich vier Persönlichkeiten in einem Monat“
In einem bewegenden Instagram-Post im März 2025 teilte Helen Flanagan ihre PMDD-Erfahrung mit ihren Followern. Auslöser war die Offenheit ihrer Landsfrau Vicky Pattison, die ebenfalls über PMDD spricht. „Wir message manchmal über PMDD und ich liebe ihre Posts dazu und das Bewusstsein, das sie schafft“, so Helen.
Die Schauspielerin beschreibt ihre Symptome mit erschreckender Klarheit: „Die Lutealphase ist für mich das Allerschlimmste. Ich hatte etwa 10 Tage lang sehr starke Symptome – schwere Depression/Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Wertlosigkeitsgefühle, Angst/OCD – so lähmend, dass ich dachte, ich würde verrückt werden. Dazu kamen Erschöpfung und Brain Fog.“
Besonders belastend: die starken Blähungen vor der Periode. „Ich kann so aufgebläht sein, dass ich schwanger wirken könnte“, gesteht sie mit einem Augenzwinker-Emoji.
Der lange Weg zur Diagnose
Helen leidet bereits seit ihrem 16. Lebensjahr unter PMDD-Symptomen – erhielt aber erst vor kurzem die offizielle Diagnose. Eine Erfahrung, die viele Frauen teilen: Im Durchschnitt dauert es bis zu 12 Jahre, bis PMDD korrekt diagnostiziert wird.
„Ich war immer so verzweifelt danach, meine Periode zu bekommen, weil ich wusste, wie viel glücklicher ich mich fühlen werde, wenn ich blute“, erzählt Helen. „Dann fühle ich mich besser in der Lage, mit allem umzugehen, was das Leben mir zuwirft, und habe meine geistige Gesundheit zurück.“
Was nicht half: Antidepressiva und die Pille
Wie viele PMDD-Betroffene suchte Helen nach Lösungen. Sie probierte verschiedene Behandlungsansätze aus – mit gemischtem Erfolg:
- Antidepressiva: „Sie haben einfach nicht funktioniert. Es hat mich nur wütend gemacht, und das bin ich überhaupt nicht.“
- Die Antibabypille: „Auch das hat meine Symptome nicht verbessert. Ich denke, wir reagieren alle unterschiedlich auf Dinge.“
Ihre Erfahrung unterstreicht, was auch Studien zeigen: PMDD-Behandlung ist individuell. Was einer Frau hilft, muss bei einer anderen nicht wirken.
Der Durchbruch: Cycle Syncing
Die Wende kam mit Cycle Syncing – einer Methode, bei der Frauen ihren Lebensstil an die verschiedenen Phasen ihres Zyklus anpassen. „Ich habe ein viel besseres Verständnis von mir selbst und meinem Zyklus entwickelt“, erklärt Helen. „Das Verständnis der verschiedenen Phasen half mir, mehr Kontrolle zurückzugewinnen und Strategien zu entwickeln.“
Das Ergebnis spricht für sich: Helens PMDD-Symptome sind mittlerweile „viel besser handhabbar“. Statt 10 Tage leidet sie nur noch 4 Tage pro Zyklus unter starken Beschwerden – eine Reduktion um 60 Prozent.
Was ist Cycle Syncing?
Cycle Syncing bedeutet, Ernährung, Bewegung, Arbeit und Selbstfürsorge an die vier Zyklusphasen anzupassen:
- Menstruation (Tag 1-5): Ruhe, sanfte Bewegung, eisenreiche Ernährung
- Follikelphase (Tag 6-14): Mehr Energie, kreative Projekte, intensiveres Training
- Ovulation (Tag 15-17): Soziale Aktivitäten, wichtige Meetings, Kohlenhydrate erhöhen
- Lutealphase (Tag 18-28): Selbstfürsorge, Stressreduktion, magnesiumreiche Ernährung
Für PMDD-Betroffene ist besonders die Lutealphase entscheidend – hier können gezielte Maßnahmen wie Magnesium, Vitamin B6, sanfte Bewegung und Stressmanagement die Symptome lindern.
Warum Helens Offenheit wichtig ist
Mit ihrer Geschichte erreicht Helen Flanagan Millionen von Frauen. Genau wie Vicky Pattison, Lili Reinhart und Camilla Luddington zeigt sie: PMDD ist real. Es ist behandelbar. Und man ist nicht allein.
„Das Bewusstsein, das Vicky schafft, ist so wichtig“, betont Helen. Diese Solidarität unter Betroffenen kann den Unterschied machen zwischen isoliertem Leiden und dem Mut, Hilfe zu suchen.
Was hilft bei PMDD? Helens Tipps
Aus Helens Erfahrung und aktuellen Studien lassen sich mehrere Ansätze ableiten:
- Cycle Syncing: Den Zyklus verstehen und den Lebensstil anpassen
- Supplemente: Magnesium, Vitamin B6, Omega-3 können Symptome lindern (siehe auch unseren amitamin PMS Redux Testbericht)
- Stressmanagement: Meditation, Yoga, Atemübungen
- Ernährung: Ausgewogen, zuckerreduziert, regelmäßig essen
- Bewegung: Sanft in der Lutealphase, intensiver in der Follikelphase
- Therapie: Bei schweren Symptomen professionelle Hilfe suchen
Fazit: Du bist nicht verrückt – und du bist nicht allein
Helen Flanagans Geschichte zeigt: PMDD muss nicht das Leben bestimmen. Mit der richtigen Strategie – bei ihr war es Cycle Syncing – lassen sich Symptome deutlich reduzieren.
Wenn du dich in Helens Beschreibung wiedererkennst: Sprich mit deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin. PMDD ist eine anerkannte Erkrankung. Es gibt Hilfe. Und es ist okay, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Quellen: Women’s Health UK (März 2025), Helen Flanagan Instagram, Mind.org.uk
Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei schweren PMS- oder PMDD-Symptomen wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.