Lili Reinhart enthüllt: „Die Woche vor meiner Periode fühle ich mich suizidal“ – Was hinter den dramatischen Geständnissen der Riverdale-Star steckt
Lili Reinhart ist eine der bekanntesten Gesichter der jungen Hollywood-Generation. Mit ihrer Rolle als Betty Cooper in der Erfolgsserie „Riverdale“ wurde sie weltweit berühmt – und mit über 34 Millionen Followern auf Social Media gehört sie zu den einflussreichsten Stimmen ihrer Generation. Doch hinter dem Glamour der roten Teppiche verbirgt sich ein Kampf, den sie erst kürzlich öffentlich machte: Die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDD), die sie in die dunkelsten Momente ihres Lebens geführt hat.
„Ich fühle mich suizidal“ – Das schockierende Geständnis im Monica-Lewinsky-Podcast
Im November 2025 sorgte Lili Reinhart mit einem Auftritt im Podcast „Reclaiming with Monica Lewinsky“ für Aufsehen. Die 29-Jährige sprach dort offen über ihre Erfahrungen mit PMDD – und ihre Worte waren erschütternd ehrlich:
„Ich erinnere mich, dass ich meiner Mutter geschrieben habe: ‚Ich fühle mich wirklich suizidal.‘ Und dann bekam ich eine Woche später meine Periode und dachte: ‚Oh.‘ Und dann passierte es jeden Monat wieder.“
— Lili Reinhart im Podcast „Reclaiming with Monica Lewinsky“ (November 2025)
Reinhart erklärte, dass sie diese Gefühle erst wahrnahm, nachdem sie ihre Antidepressiva und die Pille abgesetzt hatte. „Als ich meine Antidepressiva abgesetzt habe, habe ich realisiert, dass es eine Fülle von anderen Dingen gab, die durch die Medikamente unterdrückt wurden“, sagte sie. „Es ist verrückt zu wissen, dass diese Gefühle die ganze Zeit unter der Oberfläche brodelten.“
PMDD: Mehr als „nur“ ein schwieriger Zyklus
Die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDD) ist eine schwere, chronische Erkrankung, die 3–8 % aller Frauen im gebärfähigen Alter betrifft. Sie geht weit über typische PMS-Symptome hinaus und kann extreme Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, Angstzustände, Reizbarkeit und – wie im Fall von Lili Reinhart – suizidale Gedanken verursachen. Diese Symptome treten zyklisch in der Lutealphase auf, also in den Tagen vor der Menstruation.
Was Reinharts Geschichte besonders macht: Sie offenbart, wie leicht PMDD übersehen oder mit Antidepressiva und hormoneller Verhütung „weggemanagt“ werden kann – ohne dass die zugrundeliegende Ursache je adressiert wird. Viele Frauen gehen jahrelang durch das Leben, ohne zu verstehen, warum sie sich jede Woche vor ihrer Periode so fühlen, als würde ihre Welt zusammenbrechen.
Von ADD bis Essstörung: Die komplexe Gesundheitsgeschichte der Schauspielerin
Reinharts Offenbarungen im Podcast gingen noch weiter. Neben PMDD diagnostizierte sie bei sich selbst auch ADS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom) – eine Erkenntnis, die ebenfalls erst nach dem Absetzen ihrer Medikamente kam. Die Kombination aus PMDD und ADS ist keine Seltenheit: Studien zeigen, dass bis zu 40 % der PMDD-Betroffenen auch unter weiteren psychischen Erkrankungen leiden.
Bereits früher hatte Reinhart über ihre Essstörung gesprochen, die sich während der Dreharbeiten zu „Riverdale“ entwickelte: „99 % meiner Gedanken drehten sich um meinen Körper“, sagte sie. Die Kombination aus körperdysmorphen Störungen, PMDD und ADS zeigt, wie komplex die mentale Gesundheit vieler Frauen ist – und wie wichtig eine ganzheitliche Diagnose.
Wie Lili Reinhart ihre PMDD heute managt
Reinhart betont, dass sie mittlerweile besser damit umgehen kann, ihre Symptome zu antizipieren: „Ich bin im Gleichschritt damit und verstehe: ‚Okay, das ist der Tag, an dem es vielleicht passiert. Lass uns in den Tagen davor vorsichtig mit uns selbst umgehen.‘“
Sie nutzt eine einfache, aber effektive Strategie: Symptom-Tracking. In ihrer Notizen-App dokumentiert sie ihre Symptome und den Tag der Menstruation, um vorherzusagen, an welchen Tagen sie sich am schlechtesten fühlen wird. Diese Selbstbeobachtung ist ein wichtiger Schritt bei PMDD, da sie Frauen hilft, Muster zu erkennen und präventiv zu handeln.
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Warum Lilys Offenheit so wichtig ist
Lili Reinhart ist nicht die erste Prominente, die über PMDD spricht – aber sie ist eine der Wenigen, die so offen über die dunkelste Seite der Erkrankung berichtet: Suizidale Gedanken. Durch ihre riesige Reichweite erreicht sie Millionen junger Frauen, die vielleicht gerade erst beginnen, die Zusammenhänge zwischen ihren zyklischen Symptomen und ihrer mentalen Gesundheit zu verstehen.
Ihre Botschaft ist klar: PMDD ist real. Es ist keine Schwäche. Und es gibt Wege, damit umzugehen – aber der erste Schritt ist, überhaupt zu erkennen, dass etwas nicht stimmt.
Fazit: Du bist nicht allein
Wenn du dich in Lilis Beschreibung wiedererkennst – wenn auch du unter extremen Stimmungsschwankungen vor deiner Periode leidest oder gar suizidale Gedanken hast – dann wisse: Du bist nicht allein. PMDD ist eine anerkannte medizinische Erkrankung, die behandelt werden kann. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin. Suche nach Unterstützung. Und denke daran: Es gibt Wege, die Symptome zu lindern – mit oder ohne Medikamente.
Wenn du oder jemand, den du kennst, unter suicidalen Gedanken leidet, hole dir Hilfe. In Deutschland steht die Telefonseelsorge unter der Nummer 0800 111 0 111 (kostenlos, 24/7) zur Verfügung.
Quellen
- PEOPLE Magazine: „Lili Reinhart Reveals She Gets ‚Suicidal‘ Before Her Period“ (November 2025)
- BuzzFeed: „Lili Reinhart’s Premenstrual Dysphoric Disorder“
- SELF Magazine: „Lili Reinhart Is Fighting for Her Health—and Yours“
- Podcast: „Reclaiming with Monica Lewinsky“ – Episode mit Lili Reinhart (November 2025)
Bild: Lili Reinhart bei der San Diego Comic Con 2019 | Quelle: Gage Skidmore / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht auf PMDD oder anderen gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine qualifizierte Ärztin oder einen qualifizierten Arzt. Bei akuten suicidalen Gedanken kontaktiere bitte sofort die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111.